Osthelden - Grenzlandschaft am Kölschen Heck

Wer von Olpe her nach Kreuztal unterwegs ist, dem bietet sich bei klarer Sicht unmittelbar hinter der Kreisgrenze, dort, wo die Straße auf der Höhe des “ Kölschen Hecks “ den Wald verläßt, ein überraschend schöner Rundblick auf die waldumrauschte Bergwelt unseres Siegerlandes.

Im Vordergrund Tannenwäldchen, dunkel und ernst, Hauberghänge im herbstlichen Braun ihrer Jungeichen, ruhende Äcker und Wiesen, sprießende Saat - das Auge schweift darüber hin in die Ferne zu den sanften Linien der langgestreckten Höhenzüge am Horizont.Bergrücken hinter Bergrücken steigt herauf aus den Schatten der Täler, eingehüllt im Schimmer zarter Nebelschleier.

Zur Linken beherscht der stolze Kindelsberg mit seinem Turmwahrzeichen das Bild, ganz im Hintergrund überragen das Tannenkrönchen des Gillers und die Kuppel der Alten Burg das Riesenrund der Berge.Wolkenheere jagen in blendendem Sonnenlicht.

Wo die Straße dann mit einem scharfen Knick ins Tal hinunterführt, fesselt den Wanderer der Anblick eines Dorfes, das sich im Schutze steiler Hänge aufgebaut hat, und es sieht fast so aus, als könnte man den Leuten da unten aufs Dach steigen.

Die Häuser dieses Ortes schlicht, freundlich und sauber wie im Sonntagsstaat, Fachwerkbauten ehrwürdigen Alters und Wohnstätten neuzeitlicher Bauart - alle hübsch friedlich beieinander, ohne Protz und Prunk.Und die Ortstafel am Straßenrand verrät ihren Namen : OSTHELDEN

 

So sah der Chronist der Siegener Zeitung, Franz Brauer, im Herbst 1949 die Dorfidylle von Osthelden.

(Nach der Textvorlage aus “Kreuztal - eine neue Stadt mit alten Dörfern”

Verfasser und Verleger:Dr. Alexander Wollschläger - 1980)

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