Die Zeit ist in dem Dorf Osthelden jedoch nicht stehengeblieben.

Der Niedergang der Landwirtschaft, der verkehrsgerechte Ausbau der Straße durch das Hees- und Ostheldetal und die rasch anwachsende Zahl moderner Wohnhäuser haben das Bild einer der ältesten Siedlungen des Siegerlandes verändert.

Jener Siedlung, die mit Junkernhees gemeinsam eine Gemeinde bildete und den  “Heesern” nicht zürnte, als man 1938 das historische Wappenzeichen der Ritter von und zu der Hees - zwei Mühleisen - zum Wappenbild der Gemeinde erhob.Gleichzeitig führt das Wappen der Gemeinde das Hifthorn, zum Zeichen ihrer Zugehörigkeit zum Amt Ferndorf, jenes Hifthorn, das als jahrhundertealtes Sympbol im Amtssiegel des ehemaligen Gerichtsbezirks Krombach - Ferndorf später Wappensinnbild des Amtes wurde.

 

Der Ursprung der Siedlung, aus dem Osthelden wuchs, verliert sich im Dunkel der Vergangenheit, keine Urkunde, kein Geschichtsbuch kündet von den Menschen, die dereinst ihre erste Siedlung in diesem verschwiegenen Talgrund bauten.Das Wann hat sich nie ergründen lassen, über das Wie braucht man jedoch keinen Geschichtsforscher,keinen Professor zu befragen, darüber weiß die Ostheldener Jugend mit einem Feuereifer zu erzählen, daß man ihnen schon glauben muß.

Und ihr Originalbericht, so hat es Siegener-Zeitung Redakteur Franz Brauer 1949 festgehalten, lautet:

“De aale Ritter va d`r Hiers loawe met d`n Kennelsberger werrer em Strit onn häette binaoh verloarn.Dao kaome em lätzte Augebleck staarke Männer, die holfe d`n Hierser, onn die Kennelsberger wourne jeslah onn moßte wiche.Dao fraogte die Hierser Ritter die Männer, di`n geholfe hatte, wo se her köeme.Dao sähten die: Uo d`m Osten.Dao sot ihr vah itz an die”Osthelden”haiße.Onn zom Dank sot ihr va oos Land ha.Onn die Helden siedelten sech do ah, wo itz Osthelden lejt.Doher d`r Name!”  

(Wenn Sie das Ostheldener Platt nicht verstehen ,oder lesen können, dann klicken Sie doch in den Text und Sie kommen zur Hochdeutschen Fassung.)

Die Wohnstätten der Helden aus dem Osten sind längst nicht mehr, doch aus dem Kern der in längst versunkenen Tagen erstandenen Siedlung wuchs nach dem Krieg ein blühendes Gemeindewesen.Das älteste Haus in Osthelden, das bis zum heutigen Tag erhalten blieb, ist über 300 Jahre alt. Es wurde 1657 erbaut, ein großräumigesHaus, das mit - nur noch wenigen - anderen Häusern aus alter Zeit als ein ortsgeschichtliches Baudenkmal zu gelten hat, wenn es auch im Laufe der Zeit mehrere Veränderungen hat durchmachen müssen.Eine verwitterte Inschrift kündet:

“ Denn es wird keiner zu Schanden Herr der auf Dich trauet.Dan.3-Johann Wurm Zimmerer Anno 1657 “.

(Dieses Haus wurde leider im Jahre 2003 abgerissen.)

(Nach der Textvorlage aus “Kreuztal - eine neue Stadt mit alten Dörfern”

Verfasser und Verleger:Dr. Alexander Wollschläger - 1980)

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